Rauchgasreinigung

Höchst effektiv und sauber; die leistungsfähige, dreistufige Rauchgasreinigungsanlage (RGR) im Müllkraftwerk Schwandorf.

Wenn der Rauchgasstrom die Kesselanlagen verläßt, ist er noch recht heiß - zwischen 200 und 240 °C. Dieser Gasstrom wird zunächst in einen Reaktorkomplex geleitet, den CDAS-Reaktor (Conditioned Dry Absorption System). Nach Abkühlung auf ca. 135 °C durch Eindüsen von Wasser wird in das Rauchgas ein Kalk-Aktivkohlegemisch eingeblasen. Diese Mischung ist imstande, einen Großteil der im Rauchgas enthaltenen saueren Schadstoffe (Chloride und andere) zu binden. Die Aktivkohle adsorbiert Dioxine, Furane und Schwermetalle. Jetzt enthält der Rauchgasstrom aber immer noch bestimmte Schadstoffanteile: die Stickoxide. Außerdem feine Feststoffpartikel.

Daher ist im Müllkraftwerk Schwandorf eine Rauchgasreinigungsanlage im Einsatz. Sie dient dazu, Schadstoffe im Rauchgas – in erster Linie Schwermetalle, Stickoxide, Schwefeldioxid, Staub, Chlorwasserstoff, Dioxine und Furane - zu reduzieren. Es werden in Schwandorf Werte erreicht, die unter den zulässigen gesetzlichen Grenzwerten liegen. Einzelheiten können hierzu unter dem Punkt Emissionswerte entnommen werden.“


Daher folgen weitere Reinigungsstufen: Entstaubung, Entstickung und Dedioxinierung. Zunächst wandern die feinen Partikel durch einen Gewebefilter, die sogenannte Feinentstaubung. Und schließlich werden die verbliebenen Schadstoffe - vor allem Stickoxide, Dioxine und Furane nach dem Prinzip der Selektiven Katalytischen Reduktion, dem SCR-Verfahren, reduziert.

Dazu wird dem Rauchgasstrom Ammoniakwasser beigemischt. So angereichert, wird er durch einen Katalysator geleitet, der das Stickoxid zu Stickstoff und Wasserdampf umwandelt, beides Bestandteile unserer Atemluft. Durch eine zusätzlich angebrachte Katalysatoranlage, den „Oxidations-Katalysator”, werden die noch in geringen Konzentrationen vorhandenen Dioxine und Furane zerstört.



Erst jetzt, nach den drei Reinigungsstufen Entschwefelung, Entstaubung und Entstickung, darf das gereinigte Rauchgas das Müllkraftwerk über einen Kamin verlassen. Messanlagen überwachen dabei ständig die einwandfreie Funktion der Reinigungsstufen sowie die Qualität der Reingase.



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