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Abseilen will geübt sein



Schwandorf, den 11. August 2017

Gemeinsame Rettungsübung von Feuerwehren und
Technischem Hilfswerk im Müllkraftwerk Schwandorf

Schwandorf.
Die kürzlich laufende Revision der Ofenlinie 4 im Müllkraftwerk Schwandorf hat es möglich gemacht, eine sehr komplexe und zugleich komplizierte Rettungsübung als Gemeinschaftsaktion der Feuerwehren Neukirchen und Schwandorf, der Werkfeuerwehr Nabwerk sowie des Technischen Hilfswerks (THW) durchzuführen. Die Alarmierung lautete: „Bewusstlose Person bei Revisionsarbeiten im Gerüstbereich des Müllkessels aufgefunden.“
Schon der Einstieg in den Feuerraum in 29 Meter Höhe durch ein enges „Mannloch“ stellte höchste Anforderungen an die Hilfs- und Rettungskräfte. Die auf dem Gerüst im Kessel „aufgefundene bewusstlose Person“ wurde auf eine Rettungswanne gelegt, mit Gurten fixiert und über Seilwinden an den Gerüsten auf die 21-Meter-Ebene abgeseilt, auf der dann der Ausstieg ins Kesselhaus zum Aufzug möglich war. Dabei kam mit dem Rollgliss ein Rettungs- und Abseilgerät für Personen zum Einsatz, wie es zur Höhenrettung oder auch zur Arbeitsplatzpositionierung verwendet wird. Bei ohnehin sommerlichen Temperaturen kamen die Einsatzkräfte dabei gehörig ins Schwitzen. Die Einsatzleitung von Feuerwehr und THW um den zweiten Kommandanten der Werkfeuerwehr Nabwerk, Manfred Lehmer, war mit dem Übungsszenario und auch mit dessen Ablauf sehr zufrieden, habe man doch relativ selten die Gelegenheit, unter annähernd realistischen Bedingungen solch schwierige Rettungsaktionen zu proben. Die Übung diente als Training für Notfälle. Gleichzeitig sollte die schnellste und sicherste Variante zur Bergung ausgetestet werden. Natürlich habe man aber immer die Hoffnung, dass sich der Ernstfall nie einstellen wird.

Aus 29 Metern Höhe mussten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW bei ihrer Übung im Kessel der Ofenlinie 4 verletzte Personen abseilen.