Ein Brückenkran hebt die Container vom Waggon auf einen Verschiebewagen. Über Einfüllöffnungen werden die Abfälle dann in den riesigen Müllbunker gekippt. Hier übernimmt ZMS die Regie. 16.000 Kubikmeter Müll haben im Müllbunker Platz - eine so große Speicherkapazität ist nötig, damit das Müllkraftwerk ohne Unterbrechung auch an Wochenenden und Feiertagen arbeiten kann, wenn die Zulieferung über Schiene und Straße ruht.
Der Kran mit dem mächtigen Greifer befördert den Müll über Einfülltrichter zum Herzstück der Verbrennungsanlage - zu den vier Ofenlinien. Durch einen hydraulisch gesteuerten Zuteiler werden die großen und kleinen Stücke dem Feuerraum zugeführt.
Dort verbrennt der Müll, nachdem er durch Ölbrenner eine „Initialzündung” erfahren hat, ohne Zusatzbrennstoffe bei Temperaturen bis zu 1200 Grad Celsius (°C). Hydraulische Vorrichtungen halten den Verbrennungsrost in Bewegung: Der Takt kann jeweils so eingestellt werden, daß ein optimaler Schüreffekt erreicht wird.
Am Ende des Rostes fällt der ausgebrannte Müll aus jeder der vier Ofenlinien in Form von Schlacke auf eine als „Nassentschlacker” bezeichnete Vorrichtung, die ihn einem Förderband zuleitet. Dieses Förderband transportiert die Schlacke zum knapp 100 Meter entfernten Schlackebunker. Außer Schlacke fällt beim Verbrennungsprozess natürlich noch ein weiterer Rückstand an: Asche. Sie wird vom Kessel aus dem Reststoffsilo zugeführt. Soweit ist das Müllkraftwerk nichts anderes als eine Müllverbrennungsanlage.
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