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WARUM GERADE IN SCHWANDORF? |
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Im Zentrum des thermischen Müllbehandlungskonzeptes steht natürlich die Anlage. Und die Planung einer solchen Anlage beginnt mit der Suche nach dem geeigneten Standort. Einem Standort mit guter Infrastruktur, mit Anbindung an Schiene und Straße - möglichst bereits ein Industriestandort. Denn so werden nicht nur Zeit und Erschließungskosten gespart - auch Naturräume bleiben intakt.
Die Mitglieder des ZMS haben sich bei seiner Gründung 1979 für Schwandorf entschieden - aus gutem Grund. Hier gab es ein voll erschlossenes Industriegelände: das Gelände der Vereinigte Aluminiumwerke AG (VAW) - mit einem eigenen Kohlekraftwerk, notwendig für die energieintensive Aluminiumoxid-Produktion. Die Funktion dieses Kohlekraftwerks zu übernehmen, war zunächst einmal die Aufgabe für das neue Müllkraftwerk, als es 1982 in Betrieb ging. Denn die VAW-Produktionsanlagen benötigten das ganze Jahr über Energie in Form von Hochdruckdampf, Niederdruckdampf und elektrischem Strom. Allerdings: Wie viele andere Unternehmen der Region war auch die VAW von Rezession und Arbeitsplatzabbau betroffen. Die Vorprodukte, für deren Verarbeitung die Energie aus dem Müllkraftwerk vor allem eingesetzt wurde, werden mittlerweile im Ausland bezogen.
Die Folge: Der Energiebedarf ging um fast 75 %, zurück. Bei der VAW faßte man den Entschluss, den Standort umzustrukturieren. Man zog sich aus dem Betrieb des Müllkraftwerks zurück und veräusserte das Aluminium-Werk. Die Zukunftsperspektiven für das Müllkraftwerk begannen sich anderswo abzuzeichnen: Geringere Lieferung von Strom und Dampf an das VAW-Nachfolgeunternehmen Nabaltec, dafür vermehrte Verstromung im Verbund mit dem Schwandorfer Kraftwerk der Bayernwerk AG am gleichen Standort sowie zusätzlich Fernwärme an die Stadt Schwandorf.
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Abfall gleich Abfall? | Welche berufliche Chancen bietet ZMS?
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